Rutiera nach Chisinau

Veröffentlicht in Uncategorized am Dezember 5, 2009 von orainternational

Marina, Kirstie und ich sind jetzt auf dem Rückweg nach Chisinau. Wir sitzen in einer „Rutiera“, dem moldawischen Transportmittel für die Personenbeförderung. Doch mit diesem Kleinbus, in den 20 Personen passen, werden nicht nur Menschen befördert. Wir sind jetzt seit 6:30 Uhr unterwegs und während der ersten Stunde hielt der Bus in fast jedem Dorf, um auch andere Dinge mitzunehmen: Dokumente, Gepäckstücke und vieles mehr. Das scheint auch die moldawische Art der Brief- und Paketbeförderung zu sein. An der Endstation werden die Sachen dann wohl von den Empfängern entgegengenommen.

Der gestrige Tag war wieder mal aufregend und sehr spannend. Darüber  werde ich noch mehr berichten . Da das Schreiben in dem schaukelnden Bus äußerst schwer fällt, kommt später noch mehr.

Es wird kalt

Veröffentlicht in Uncategorized am Dezember 4, 2009 von orainternational

Die Temperaturen haben ein bisschen angezogen. Jetzt fühlt es sich fast schon ein bisschen winterlich an, wenn auch ohne Schnee. Aber vielleicht erlebe ich den ja noch. Wir fahren heute in den Norden Moldawiens und verteilen dort die letzten 200 Päckchen. Wir sind gerade aufgebrochen und werden in zirka zwei Stunden in Singerei Halt machen. Das ist eine kleine Stadt, in der ora eine Tagesstätte für Mädchen unterhält. Im Anschluss führt die Fahrt uns 25 Kilometer vor die Grenze zur Ukraine. Das wird auch nochmal zwei bis drei Stunden dauern. Unterstützung bekomme ich von meiner Kollegin Marina und Kirstie, einer freiwilligen Helferin aus England, die derzeit ehrenamtlich für ora in Moldawien arbeitet. Ich bin schon sehr gespannt, denn im Norden bin ich bisher auch nicht gewesen. Morgen früh werden wir wieder zurück nach Chisinau fahren. Heute Nacht sind wir eingeladen worden, bei einer Familie im Norden zu übernachten.

Gestern habe ich mich noch mit ein paar Getränken und Snacks für die Fahrt und einer Tüte Bonbons für die Kinder eingedeckt. Umgerechnet 9 Euro hat dieser Einkauf im Supermarkt gekostet. Warum erzähle ich das? Ganz einfach: Diese wenigen Sachen haben mich das Dreifache dessen gekostet, was eine Familie in Moldawien an Kindergeld für ein Kind bekommt. Ist das nicht unglaublich?

Hoffentlich habe ich im Norden die Möglichkeit ins Internet zu kommen. Ich bin mir aber nicht so sicher. Falls möglich, kommt natürlich heute abend noch ein Update mit Fotos.

Ausnahmezustand und ganz viele Babies

Veröffentlicht in Uncategorized mit den Tags , , , , am Dezember 3, 2009 von orainternational

Der heutige Tag war wieder sehr ereignisreich. Wir fuhren zunächst etwa eine Stunde in das Dorf Trebujeni. Ich kenne Trebujeni und die dortige Schule bereits von unseren früheren Besuchen. Der Ort ist sehr malerisch gelegen, ringsherum Hügel und kleine Berge. Auf dem Bild sieht die Umgebung vielleicht ein bisschen trist aus, aber meine moldawischen Kollegen beteuern immer wieder, wie schön es dort im Sommer ist. Die Gegend um Trebujeni gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. In den Höhlen, die man hoffentlich auf dem Bild erkennen kann, haben früher Mönche gelebt. Heute leben die Geistlichen dann doch lieber in dem orthodoxen Kloster auf dem Berg, was ich gut verstehen kann. Die Straße nach Trebujeni ist übrigens furchtbar! Schlaglöcher, Bodenwellen – das ganze Programm. Man wird doch ganz schön durchgeschüttelt.

Bei der Schule im Dorf angekommen, wurden wir schon sehnsüchtig von ganz vielen Müttern aus dem Dorf erwartet, die mit ganz vielen kleinen Babies auf dem Arm auf uns warteten. Dazwischen dann noch die Mädchen und Jungen aus der Schule. Es war ein ganz schönes Gedränge…. Mit schlechten Lichtverhältnissen und einer Notkamera, die ich kurzfristig einsetzen musste, war es trotzdem eine super Teamarbeit und wir konnten dort geschätzten 280 Kindern randvoll gepackte Päckchen mit Naschereien, Spielzeug und vielen Grüßen aus Deutschland überreichen. Und die Freude war, wie immer riesig. Viele Lehrer haben ein Auge zugedrückt und den Kindern erlaubt, schon mal einen Blick auf ihre Geschenke zu werfen. Man hat sich wieder hundertfach bei uns bedankt. Einen Dank, den ich gerne weiterleite. Die Direktorin übermittelte allen Spendern in Deutschland und den Mitarbeitern von ora international ein frohes Weihnachtsfest.

Danach machten wir noch kurz bei einer Familie mit zwei Kindern halt. Tamara freute sich ganz besonders über das neue Tagebuch, die Spangen und die bunten Ketten, die sie in ihrem Päckchen fand und sich auch gleich ganz stolz umhängte. Und ihr kleiner Bruder Walodja fand die Schokolade am besten….Es folgte ein kurzer Halt in der Grundschule in Butuceni, bevor es dann wieder zurück nach Chisinau ging. Dort erwartete uns ein riesiger „Haufen“ kreischender Kinder im Schulinternat. Der Bus mit den Päckchen war schnell von einer riesigen Traube Kinder umringt. Es war kaum ein Durchkommen… Doch eine Wand als Hintergrund für die Fotos fand sich auch diesmal und so konnten über hundert Kinder, mit Geschenken beladen, freudig den Heimweg antreten oder auf ihre Zimmer zurück gehen.

Über 500 Päckchen am Mittwoch

Veröffentlicht in Uncategorized mit den Tags , , , , am Dezember 3, 2009 von orainternational

Ich bin die letzten zwei Nächte von Mücken (!) zerstochen worden. Man sollte nicht glauben, dass die um diese Jahreszeit noch herumschwirren. Aber von Winter kann man hier im Moment auch nicht wirklich sprechen. Es ist unglaublich mild und das erste Mal, dass ich in Moldawien Temperaturen zwischen 7 und 9 Grad erlebe. Der Tag gestern war klasse. Wir konnten über 500 Päckchen verteilen und ich habe in viele lachende Kinderaugen blicken können. Oft sind die Mädchen und Jungen sehr viel natürlicher, wenn nicht gerade eine Kamera auf sie gerichtet wird. Vereinzelt hatten ein paar von den Kleineren auch ein wenig Angst. Aber das muss man verstehen. Gut möglich, dass sie noch nie in ihrem Leben so eine Kamera gesehen haben. Und dann auch noch diese fremden Menschen…Aber die meisten der Kinder waren sehr „routiniert“. Einige kamen mir auch vom letzten Jahr noch sehr bekannt vor. Die Kinder haben mir dann später erzählt und gezeigt, was sie in ihren Päckchen gefunden haben und sind nach Schulschluß überglücklich nach Hause gelaufen…

Nach einem Mittagessen aus der Schulkantine hat sich die Direktorin nochmal ganz herzlich bei ora und allen Spendern in Deutschland bedankt. Sie sagte mir, dass die Hälfte ihrer Schüler ohne unsere Aktion nie die Möglichkeit hätten, solche Geschenke zu bekommen. Ihre Eltern seien einfach zu arm. Falls sich jemand wundert, warum die Kinder zum Teil relativ gut angezogen sind. Man darf sich davon nicht täuschen lassen. Die Moldawier sind sehr stolz und wenn sie wissen, dass Ausländer zu diesem Anlass in die Schule kommen, werden die Kinder und Enkelkinder besonders herausgeputzt. Man kann sich manchmal kaum vorstellen, wie es bei den Kindern zuhause aussieht, wenn man sie so sieht. Nicht selten stammt die Kleidung auch aus den Weihnachtspaketen der vergangenen Jahre oder aus unseren Hilfsgüterlieferungen.

Gleich geht es los nach Trebujeni, in ein anderes Dorf. Wir werden etwa eine Stunde unterwegs sein. Leider gibt es leichte technische Schwierigkeiten. Mal sehen, wie die nächsten Fotos so werden … Doch die Hauptsache ist, dass heute nachmittag wieder viele strahlende Kinder nach Hause gehen.

Erste Bilder aus Valcinet

Veröffentlicht in Uncategorized am Dezember 2, 2009 von orainternational

Wir sind noch auf der einstündigen Rückfahrt aus Valcinet. Darum nur ein paar schnelle Zeilen und schon mal die ersten Fotos. Es war ein sehr erfolgreicher Tag. Die Kinder haben uns heute morgen ganz begeistert empfangen und ganz geduldig gewartet. Valcinet ist ein sehr armes Dorf und wir konnten die Kinder der Grundschule, des Kindergartens und ein paar Klassen einer weiterführenden Schule mit Geschenken sehr, sehr glücklich machen. Aber jetzt schon mal ein paar Fotos:

Auf nach Valcinet

Veröffentlicht in Uncategorized am Dezember 2, 2009 von orainternational

Heute morgen geht es mit der Verteilung endlich los. Gestern abend um 7 waren wir mit der Entladung des LKW fertig. Puuh…ich wusste garnicht, wie viele Gläser mit Babynahrung auf eine Palette passen. Ich spüre jetzt noch meine Arme. Jeder Sechserpack musste einzeln von den Paletten runter…Auf jeden Fall ist auch schon mal der Bus mit den ersten Weihnachtspaketen gepackt.

Jetzt gibt es Frühstück und dann fahren wir erstmal Richtung Valcinet, wo auch unsere Kindertagesstätte ist. Da findet dann heute die erste Verteilung der Weihnachtsgeschenke an einer Schule und einem Kindergarten statt. Im Anschluss geht es dann nach Straseni. Dort werden wir die Päckchen in einem Schulinternat verteilen. Ich bin schon sehr gespannt und auch ein bisschen aufgeregt…auch wenn ich das schön öfter gemacht habe, ist es immer wieder spannend.

Fotos von der Entladung

Veröffentlicht in Uncategorized mit den Tags , , , , am Dezember 1, 2009 von orainternational

Endlich: Der LKW wird entladen

Veröffentlicht in Uncategorized am Dezember 1, 2009 von orainternational

Wir sind gerade fleißig dabei, den LKW zu entladen. Lebensmittel, Kleidung, Weihnachtsgeschenke…all das findet jetzt seinen Platz im Lager. Einen Teil der Weihnachtspäckchen haben wir auch schon im Bus verstaut. Die erste Tour findet dann gleich morgen früh statt. Werde gleich noch ein paar Fotos einstellen. Der LKW ist jetzt halb leer.

Erste Hürde genommen

Veröffentlicht in Uncategorized am Dezember 1, 2009 von orainternational

Der Fahrer unseres Hilfstransports hat eben angerufen. Die erste Hürde ist geschafft. Jetzt rollt der LKW auf der Straße Richtung Chisinau…Es dauert nur noch wenige Stunden bis die Hilfsgüter und die vielen Weihnachtspäckchen hier sind. Unsere Mitarbeiter sind alle sehr erleichtert und bereiten sich auf einen anstrengenden Nachmittag vor. Jede Hand wird gebraucht, der LKW muss schnellstmöglich entladen werden. Morgen werden wir die ersten Kinder beschenken. Leider haben wir durch die Verzögerung einen Tag verloren. Doch ich bin zuversichtlich, dass wir bis Samstag alle Pakete verteilen können.

Transport in Sicht

Veröffentlicht in Uncategorized am November 30, 2009 von orainternational

Morgen früh erwacht die moldawische Grenze voraussichtlich wieder zum Leben. Wir haben heute nochmal mit dem Zoll telefoniert und uns wurde signalisiert, dass morgen um 8 wieder Bewegung in die Sache kommen soll. Wäre schön, wenn das klappt. Wenn alles gut geht, können wir um die Mittagszeit damit beginnen, den Lastwagen zu entladen.

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