Ausnahmezustand und ganz viele Babies
Der heutige Tag war wieder sehr ereignisreich. Wir fuhren zunächst etwa eine Stunde in das Dorf Trebujeni. Ich kenne Trebujeni und die dortige Schule bereits von unseren früheren Besuchen. Der Ort ist sehr malerisch gelegen, ringsherum Hügel und kleine Berge. Auf dem Bild sieht die Umgebung vielleicht ein bisschen trist aus, aber meine moldawischen Kollegen beteuern immer wieder, wie schön es dort im Sommer ist. Die Gegend um Trebujeni gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.
In den Höhlen, die man hoffentlich auf dem Bild erkennen kann, haben früher Mönche gelebt. Heute leben die Geistlichen dann doch lieber in dem orthodoxen Kloster auf dem Berg, was ich gut verstehen kann. Die Straße nach Trebujeni ist übrigens furchtbar! Schlaglöcher, Bodenwellen – das ganze Programm. Man wird doch ganz schön durchgeschüttelt.
Bei der Schule im Dorf angekommen, wurden wir schon sehnsüchtig von ganz vielen Müttern aus dem Dorf erwartet, die mit ganz vielen kleinen Babies auf dem Arm auf uns warteten. Dazwischen dann noch die Mädchen und Jungen aus der Schule. Es war ein ganz schönes Gedränge…. Mit schlechten Lichtverhältnissen und einer Notkamera, die ich kurzfristig einsetzen musste, war es trotzdem eine super Teamarbeit und wir konnten dort geschätzten 280 Kindern randvoll gepackte Päckchen mit Naschereien, Spielzeug und vielen Grüßen aus Deutschland überreichen. Und die Freude war, wie immer riesig. Viele Lehrer haben ein Auge zugedrückt und den Kindern erlaubt, schon mal einen Blick auf ihre Geschenke zu werfen. Man hat sich wieder hundertfach bei uns bedankt. Einen Dank, den ich gerne weiterleite. Die Direktorin übermittelte allen Spendern in Deutschland und den Mitarbeitern von ora international ein frohes Weihnachtsfest.
Danach machten wir noch kurz bei einer Familie mit zwei Kindern halt. Tamara freute sich ganz besonders über das neue Tagebuch, die Spangen und die bunten Ketten, die sie in ihrem Päckchen fand und sich auch gleich ganz stolz umhängte.
Und ihr kleiner Bruder Walodja fand die Schokolade am besten….Es folgte ein kurzer Halt in der Grundschule in Butuceni, bevor es dann wieder zurück nach Chisinau ging. Dort erwartete uns ein riesiger “Haufen” kreischender Kinder im Schulinternat. Der Bus mit den Päckchen war schnell von einer riesigen Traube Kinder umringt. Es war kaum ein Durchkommen… Doch eine Wand als Hintergrund für die Fotos fand sich auch diesmal und so konnten über hundert Kinder, mit Geschenken beladen, freudig den Heimweg antreten oder auf ihre Zimmer zurück gehen.





